Gedanken – Das Wappentier ist heut das Schaf.

In wilder Hast ziehn wir durchs Leben,
nutzen aus von Gott gegeben,
Disziplin und Kraft  und Mut,
bringen es zu manchem Gut.

Doch der Erfolg macht manchmal blind,
wo leidet heut schon noch ein Kind.
Wo ist der Mensch nur eine Zahl,
der Blick ins morgen eine Qual.

Doch nicht bei uns, so denken wir,
doch öffnen wir mal diese Tür.  
Schaun wir doch rein in unser Land,
das allseits nur als reich bekannt.

Da sieht man plötzlich Marionetten,
die ihre Herkunft längst vergessen.
Sie richten über unser Land,
als wär es nur in ihrer Hand.

Die Zukunft fest in ihrem Blick,
der Mensch nur noch ein Tastenklick.
Wird bald gesteuert aus der fern,
so regiert man wirklich gern.

So predigt man uns in den Schlaf,
das Wappentier ist heut das Schaf.
Gern glauben wir die frohe Kunde,
wir sind die Nummer eins im Bunde.

Doch dieser Schlaf wird schmerzlich enden,
wenn wir dieses Blatt nicht wenden. 
Dann werden unsre Kinder ernten ,
was wir im Wohlstand nicht erlernten.

Ist so bequem in unserm Land,
legt unser Glück in fremde Hand.
Wir gehen weiter unsern Trott,
den weiten Weg bis zum Schafott.

Das Schaf ist Tot,das Fell geschoren,
doch schon drei neue sind geboren.

Wochi

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