Auf einer kleinen Bank vor einer großen Bank

Ein Beitrag zum Themengebiet ALLTAG, GELD, POLITIK, WIRTSCHAFT, geschrieben am 6. Juli 2012 von jojo

Worauf mag die Gabe des Fleißes,
die der Deutsche besitzt, beruhn?
Deutsch sein heißt (der Deutsch weiß es)
Dinge um ihrer selbst willen tun.

Wenn er spart, dann nicht deswegen,
dass er später davon was hat.
Nein, ach nein! Geld hinterlegen
findet ohne Absicht statt.

Uns erfreut das bloße Sparen.
Geld persönlich macht nicht froh.
Regelmäßig nach paar Jahren
klaut ihr’s uns ja sowieso.

Nehmt denn hin, was wir ersparten!
Und verludert’s dann und wann!
Und erfindet noch paar Arten,
wie man pleite gehen kann!

Wieder ist es Euch gelungen.
Wieder sind wir auf dem Hund.
Unser Geld hat ausgerungen.
Ihr seid hoffentlich gesund.

Heiter stehn wir vor den Banken.
Armut ist der Mühe Lohn.
Bitte, bitte, nichts zu danken!
Keine Angst, wir gehen schon.

Und empfindet keine Reue!
Leider wurdet Ihr ertappt.
Doch wir halten Euch die Treue.
Und dann sparen wir aufs neue,
bis es wieder mal so klappt.

Erich Kästner 1931

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870 Milliarden für 334 Millionen

Ein Beitrag zum Themengebiet Allgemein, GELD, geschrieben am 15. Juni 2012 von jojo

"Nur Bares ist Wahres" sagt man. Ganz so abwägig scheint der Spruch nicht zu sein.
Dabei ist es uninteressant in welcher Art "Bares" zur Verfügung steht. Ob als Papier oder Münzgeld, ob als Gold und Silber in Unzen- Barren- oder Münzformen oder in Form von Zigaretten oder anderen tauschbaren Waren. Je nach dem welcher Währung das Vertrauen entgegen gebracht wird. In unseren Breiten ist es momentan das Europapier- und Münzgeld.

Das war nicht immer so. Mitte der 40iger Jahre des letzen Jahrhunderts war es in Deutschland die Zigarette. Nach Ende des zweiten Weltkrieges büßte das Geld durch Inflation an Wert ein und bei den  Menschen wurde der Werthandel immer beliebter. So hatte eine Zigarette nach heutigen Geldwert, 1946 eine Kaufkraft von 33.92 Euro und 1948 immerhin noch eine Kaufkraft von 29.08 Euro.    

Was hat das nun alles mit uns zu tun? Früher konnte man sein Brot und seine Milch mit entsprechender Anzahl an Zigaretten bezahlen heute mit entsprechender Anzahl an Euros. Was aber tun, wenn keine Euros in Bargeld zur Verfügung stehen? Richtig, ich geh zur Bank und hole mir mein Geld. Was aber tun, wenn die Bank kein Bargeld mehr hat um es heraus zugeben? So unwahrscheinlich wie das klingt ist es gar nicht. Einen Banken-Run scheuen die Banken wie der Teufel das Weihwasser, weil sie schlicht und ergreifen einfach nicht die Menge Bargeld haben um jedem Kunden sein Erspartes auszuzahlen.

Euro-Banknoten im Bargeldumlauf

Quelle: Statista – Euro-Banknoten im Bargeldumlauf im März 2012 (in Mio. Banknoten)

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ESM – stop – die Schuldenunion muss beendet werden!

Ein Beitrag zum Themengebiet GELD, geschrieben am 3. März 2012 von Slyman

Wann durften wir eigentlich das letzte Mal etwas entscheidendes wählen?
Wann wurde eigentlich das letzte Mal mit offenen Karten gespielt und uns neutral erklärt was es bedeutet was geschehen ist, oder wird oder soll.
Nehmen wir 9/11 nehmen wir ACTA, nehmen wir Impfungen, Mobilfunk …. "unsere" Abgeordneten unterschreiben sogar Gesetze, die sie selbst nicht begreifen oder in ihrer Endfassung noch gar nicht kennen.
Hast DU dich schonmal mit dem Thema ESM eingehender befasst?
Hast du dir eigentlich schonmal vorgestellt, was es bedeuten könnte wenn er in Kraft tritt, oder kennst du nur die positive Darstellung der politischen Werbeindustrie?

Eine kurze Zusammenfassung und Bedeudung ist hier zu sehen:
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Was ist Monetarismus?

Ein Beitrag zum Themengebiet GELD, WIRTSCHAFT, geschrieben am 3. März 2012 von Slyman

Beim Monetarismus handelt es sich um ein von M.Friedman entwickeltes wirtschaftstheoretisches Konzept, in der die Kreditvergabe die zentrale Rolle für das Geldsystem einnimmt.

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Monetarismus einfach erklärt

Neo-Monetaristen halten nicht die klassische Geldmenge, sondern ihr Gegenstück, die Kreditvergabe für zentral.

Wikipedia

Der Begriff Monetarismus (latein. moneta ‚Münze‘, ‚Münzstätte‘) steht für eine wirtschaftstheoretische und wirtschaftspolitische Konzeption, die in den 1960er- und 1970er-Jahren vor allem von Milton Friedman als Gegenentwurf zum nachfrageorientierten Keynesianismus entwickelt wurde.

Slyman